Stammtisch Protokoll vom 09.10.2017

 Protokoll ProWächtersbach Stammtisch am 09.10.2017 in der „Quelle“Aufenau

Die zurückliegende Sitzung des Vereins widmete sich in weiten Teilen internen Diskussionen, zu denen jeweils eine ausgiebige Vorgeschichte gehörte, die intensiv erörtert wurde.
Entschieden wurden mit großer Übereinstimmung von den Anwesenden und im Hinblick auf verschiedene Fragen auch von den vorab schriftlich informierten Vereinsgründern verschiedene Parameter der künftigen Arbeit:

Von Plakataktionen und Ähnlichem wird der Verein künftig Abstand nehmen.
Eine Rückkehr zur Sacharbeit steht im Vordergrund.
Selbstverständlich achten die Vereinsmitglieder die Meinungsfreiheit jedes einzelnen, um eine vorherige Diskussion von vereins-imanenten Themen wurde gebeten – ob diese stattfindet bleibt den einzelnen natürlich freigestellt.

Eine ausführliche Darlegung der zahlreichen Aktivitäten von Gudrun und Reinhard Kauck, die sich in den zurückliegenden Monaten der Mühe unterzogen, möglichst viele Politiker; Parteien und politische Ebenen vom Vereinsinteresse zu überzeugen, zog den Beifall der Versammlung nach sich.
Das Ehepaar zeigte sich in der Retrospektive überzeugt, dass sich alle Politiker einig gewesen seien, dass es bei diesem Projekt wichtig ist, alle Möglichkeiten genau zu prüfen, auch wenn der Prozess dadurch etwas länger dauern sollte.

Es wurde die Frage gestellt, ob weiteres politisches Engagement im Moment noch etwas bewegt. Stephan Siemon meinte, es gelte nun erst einmal ab zu warten, was die Politiker denn nun, nach den Bundestagswahlen tun werden.
Reinhard Kauck äußerte, dass die Bahn mit ihren Bewertungen für die Trassen weitestgehend fertig ist, abgesehen vom Schutzgut Mensch, also Fragen wie Lärmbelastung u.ä., die noch nicht geklärt sind. Jörg Dahm meinte dazu, dass sachliche Argumente in diesem Prozess sicher wichtiger seien als Plakate. Auch Christian Behrendt forderte mehr Sachlichkeit in der Diskussion, und Stephan Siemon wünschte sich, keine Begriffe wie „Monsterbrücke“ oder Ähnliches mehr hören zu müssen.

Mit Bezug auf das Interview von Herrn Dr. Dohmke in der GNZ war Reinhard Kauck der Meinung, dass wir jetzt erst einmal abwarten müssen, für welche Trasse sich die Bahn nun entscheidet. Dann gelte es zu schauen, ob man an der konkreten Trasse noch etwas hin und her rücken könne mit Hilfe der Raumwiderstände.

Wenn schließlich das Raumordnungsverfahren kommt und die Pläne ausgelegt bzw. auf der Website des Regierungspräsidiums Darmstadt veröffentlicht werden, brauchen wir auch jemanden, der das nötige Wissen hat, diese Pläne zu lesen, zu verstehen und richtig zu interpretieren. Christian Behrendt wies in dem Zusammenhang darauf hin, dass es auch die Möglichkeit gibt, eine Fristverlängerung zu beantragen. Er ist allerdings der Meinung, dass es in dem gesamten Prozess dieses Jahr noch keine Festlegungen geben wird.

Anschließend diskutierten wir noch die Wünsche bezüglich unserer neuen Homepage, die Oskar Soliga gerade professionell neu gestaltet.
Folgende Wünsche gab es bezüglich der Neugestaltung:
– der Bericht, den Kaucks über all ihre Termine und Aktivitäten verfasst haben, soll unbedingt mit auf die Seite;

– es soll ein Diskussionsforum geben, zu dem nur die Vereinsmitglieder Zugang haben, damit dort Themen intern und möglichst sachlich besprochen und diskutiert werden können;
– die Presseartikel über unsere Aktivitäten, aber auch zu dem Thema Bahntrasse allgemein sollten dort zu finden sein (Sabrina Klein-Pursche erklärte sich bereit, die Zeitungsverlage um Genehmigung für

die Weiterverwertung ihrer Artikel zu bitten. Dies ist zwischenzeitlich geschehen und von beiden Tageszeitungen erlaubt, sofern der Quellennachweis sorgfältig geführt wird);
– der Vereinsvorstand als Verantwortlicher muss auf der Seite zu finden sein;
– die Protokolle sollen online gestellt werden, möglichst zugänglich für alle, aber Vereinsinterna, die bei den Stammtischen diskutiert werden, sollen im Bereich der lediglich für Mitglieder zugänglich ist zu finden sein;

– Vereinssatzung und ein Mitgliedsantragsformular sollen dort zu finden sein;
– eine Verlinkung mit dem Dialogforum wurde gewünscht. Christian Behrendt schlug vor, direkte Links zu den Dokumenten zu setzen, die für uns von Interesse sind, da es sich sonst einfach um zu viele Dokumente handelt und man nichts gezielt nachschauen kann. Er erklärte sich bereit, die Dokumente, die in Frage kommen, auszuwählen und die Information darüber an Oskar weiter zu geben;
– eine mögliche Verlinkung zu den anderen Bürgerinitiativen wurde vorgeschlagen, darüber wurde aber noch nicht endgültig entschieden;
– die Ziele des Vereins sollten deutlich werden;
– es soll einen Kalender mit allen anstehenden Terminen geben.

Im Zuge dieser Diskussion stellten wir fest, dass Pro Wächtersbach kein Vereinslogo hat – wer sich also berufen fühlt, ein solches zu entwerfen, oder Ideen dazu hat, ist gerne eingeladen. diese mit dem Rest des Vereins zu teilen. Nachtrag: Inzwischen gibt es erste Vorschläge, die den Mitgliedern zur Beurteilung und Meinungsbildung zugesandt wurden.

Oskar Soliga hat auch die letzte Sitzung der Arbeitsgruppe Raumordnungsverfahren für den Verein besucht und gab zum Abschluss noch eine kurze Zusammenfassung seiner Eindrücke.
Der Moderator (Ralf Eckert) habe gleich zu Beginn deutlich gemacht, dass die Bahn jeden Vorschlag, also auch die Varianten VIII, den sie vorgelegt bekommt, prüfen muss.

Hier gab es eine Diskussion über Herrn Gorissen, seine Arbeitsweise und Details seiner Pläne, die hier nicht wiedergegeben ist, da sie den Rahmen des Protokolls sprengen würde und auch nichts Neues zur Sache beiträgt.
Wichtig ist vielleicht nur, zu wissen, dass die Strecke schließlich vom Eisenbahnbundesamt geprüft wird und zwar nach den Vorschriften des TSI; Richtlinien, die europaweit gültig sind. Das Eisenbahnbundesamt, so die Einschätzung Christian Behrendts, kann als relativ neutral betrachtet werden.

Oskar Soliga gab an, dass die Bahn in der AG ROV die Festlegung auf eine Trasse für Herbst diesen Jahres bis Ende diesen Jahres terminiert hat.

Kaucks wiesen noch auf einen wichtigen Termin hin: Am 09.11. trägt die DB ihre bisherigen Informationen dem Kreistag vor. Dies ist ein öffentlicher Termin, den die Vereine und Bürgerinitiativen vielleicht gemeinsam wahrnehmen sollten, um ihre ungebrochene Aufmerksamkeit für dieses Thema zu demonstrieren.

Kaucks stellten auch die Frage in den Raum, ob es denn von unserer Seite Input für die Allianz der Bürgerinitiativen gäbe, wie es mit der Öffentlichkeitsarbeit weiter gehen könne. Hier wurde mehrheitlich die Meinung vertreten, dass der Verein zunächst die kommenden Versammlungen und ggf. Bekanntgabe der Vorzugstrasse abwarten möchte.

Annika Herchenröther wies darauf hin, dass das Thema Flora und Fauna noch auf der Agenda des Vereins steht. Leider sind weder der NABU noch der BUND Naturschutz bereit sich zu äußern, bevor keine direkte Trasse feststeht. Auch das Senckenberg Institut in Gelnhausen wollte sich nicht konkreter zu dem Thema äußern.

Die Frage, wer denn bereit wäre, für dieses Thema noch einen Informanten zu finden, der dem Verein sein Wissen zur Verfügung stellen kann bzw. wer denn bereit wäre, sich mit dem Förster Schwarz in Verbindung zu setzen und diesen zu einem Infoabend zu überreden, blieb unbeantwortet. Deshalb an dieser Stelle nochmals die Bitte und Aufforderung: Es wäre schön, wenn sich jemand darum kümmern würde.

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