Protokoll Stammtisch am 15.6.2018

 

Protokoll Stammtisch am 15.6.2018 im Kikeriki

Die Entscheidung ist gefallen: Variante IV geht ins Raumordnungsverfahren. Im jüngsten Dialogforum wird das Abschichtungsverfahren, das zum Ausschluss der Variante VII führte, ausführlich fachlich und methodisch erläutert. Wie schon eine Woche zuvor bekannt wurde, haben die vom Main-Kinzig-Kreis beauftragten Gutachter am Vorgehen der Fachleute keine Kritik geäußert. Es sorgte für Bedauern bei den Anwesenden, dass so viel Geld in diese Überprüfung geflossen ist, das im Raumordnungsverfahren sinnvoller eingesetzt werden könnte.

15 Gäste berieten am zurückliegenden Freitag das künftige Vorgehen. Stephan Siemon als Teilnehmer am Dialogforum berichtete, dass das Dialogforum fortgesetzt wird: Am 9. August gibt es erneut ein Treffen zum Raumordnungsverfahren und am 24. September ein Dialogforum. Unser Verein wird sich weiter aktiv dort einbringen, da jetzt die inhaltliche Arbeit erst richtig losgeht. Alle bereits bekannt gegebenen Raumhindernisse, die den Trassenverlauf betreffen, müssen nochmals bekannt gemacht werden.

Als eines der größten Probleme der Variante IV gilt der Stausee, der entweder gequert oder umfahren werden muss. „Aber trotz dieser Problematik kamen die Gutachter zu dem Schluss, dass die Variante besser ist als die Variante VII“, wie Stephan Siemon erläuterte. Insbesondere der problemlosere Abtransport des Abraums über die Autobahn und der ebenso im Vergleich einfachere Transport des Materials zur Baustelle waren Aspekte, die die Entscheidung zugunsten der Variante IV beeinflussten. Beide Varianten lagen insgesamt im Vergleich sehr dicht beieinander.

Nach dieser grundsätzlichen Entscheidung steht nun an, dass die Unterlagen für das Raumordnungsverfahren vorbereitet werden. Mit Beginn dieses formalen Verfahrens wird auch auf den Verein wieder viel Arbeit zukommen. Unverständnis äußerten mehrere anwesenden Aufenauer über die „Untätigkeit“ der Aufenauer Bevölkerung, die sich bislang nicht in nennenswertem Maße öffentlich zu Wort gemeldet habe. Wie berichtet wurde, sei das Thema zwar in einer Ortsbeiratssitzung thematisiert worden – aber auch an dieser Stelle sei kein größerer Protest laut geworden. Hinsichtlich der eingereichten „Optimierungsvorschläge“ der ARGE Bahndreieck herrschte bei der Versammlung Unklarheit: Die Trassenführung liegt teilweise mehr als 500 Meter von der Vorschlagsvariante entfernt – es wurde jedoch mehrfach darauf hingewiesen, dass diese Trassenvorschläge um 500 Meter in jede Richtung variieren können. Ob der Vorschlag der ARGE Bahndreieck dennoch in die Prüfung der Bahn geht, wird aktuell vom Verein per Nachfrage bei Frau Katzenbach-Trosch geklärt.
Breiten Raum nahm die Diskussion ein, wie der Verein in naher Zukunft agieren wird. Nachdem sich die Anwesenden mehrheitlich dafür aussprachen, Flyer in Aufenau und im an den Wiesengrund angrenzenden Wohngebiet zu verteilen, wurde zudem beschlossen, dass in der letzten Ferienwoche ein Infostand am „Mittelpunkt“ errichtet wird. Die Zustimmung von Inhaberin Simone Biennossek dafür liegt inzwischen vor, allerdings hat sie in dieser Woche nur vormittags geöffnet. Die Frage taucht damit auf, ob der Verein es bei einem Vormittag belässt oder zwei einplant. Bereit erklärt haben sich für die Betreuung des Infostands: David Pursche, Annika Herchenröther, Angelika Silberling-Antoni und Stephan Siemon. Vorbehaltlich ihrer zeitlichen Möglichkeiten zudem Claudia Müller. Für das Verteilen der Flyer vor Ort haben sich Christian Kunkel, Fritz Feit und David Pursche verbindlich gemeldet. Zudem sollen Flyer im „Mittelpunkt“ ausgelegt werden. Zudem ist eine Informationsveranstaltung geplant – idealer Weise in der Woche nach den Sommerferien. Die DB Netze hat angekündigt, ebenfalls an zwei Orten entlang der Vorzugsvariante Informationsveranstaltungen stattfinden zu lassen – einer der Orte soll Wächtersbach sein. Aktuell versuchen wir, den genauen Termin herauszufinden, da es der Wunsch der Anwesenden war, „unsere“ Informationsveranstaltung früher zu veranstalten. Ortsvorsteher Mitzinger soll angesprochen werden.
Oskar Soliga erklärte sich bereit, eine digitale Darstellung der Vorzugsvariante auf unserer Webseite und bei Facebook zu veröffentlichen. Auf der Webseite ist dies inzwischen bereits geschehen.
Annika Herchenröther erläuterte, dass sie seit Längerem versucht, Kontakt mit der Gesellschaft für Naturschutz und Auenentwicklung e.V., kurz GNA, aufzunehmen, da die Vereinsmitglieder gerne im Rahmen einer Ortsbegehung auf Schützenswertes aufmerksam gemacht werden wollen. Wie sie mitteilte, hat Charlie Licht vom NABU bereits Informationen an die Gemeinschaft geschickt.
Wie Andrea Euler mitteilte, wird Prof. Dr. Rommelfanger nicht die Zeit für eine erneute Informationsveranstaltung zum Thema „Entschädigung und Enteignung“ finden. Allerdings hat er den Kontakt zu einer Verwaltungsrechtlerin hergestellt, mit der Andrea Euler nun Kontakt aufnehmen wird wegen eines Termins. Wenn konkrete juristische Fragen bereits jetzt bekannt sind, sollten sie schnellstmöglich mitgeteilt werden, damit die Juristin über das gewünschte Spektrum der Veranstaltung informiert ist.

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